Und für alle, die lieber Lesen als Hören gibt es hier den Podcast als Transscript:

[00:00:00] So, einen wunderschönen guten Morgen am ersten Januar 2019.

[00:00:08] Ich hoffe, die Qualität ist gut. Wir fangen jetzt an, einen neuen Podcast aufzunehmen, bzw. keinen Neuen sondern den ersten Podcast von Jung und Wild. Mal gucken ob wir das so hinbekommen, wie wir uns das vorstellen.

[00:00:27] Aber jetzt soll es erst einmal darum gehen dass wir uns euch vorstellen. Wer sind wir. Das ist einmal die Mica, und ich bin Patrick.

[00:00:39] Ich würde sagen, Mica fängt einfach mal an sich vorzustellen.

[00:00:45] Mein Name ist Mica und ich bin 30 Jahre alt und ich lebe in München mit dem Patrick zusammen und zwar schon sehr lange aber jetzt erst mal nur was über mich, später kommt dann natürlich auch noch was, was wir dann über uns erzählen.

Ja, ich bin Münchner Kindl, bin im Lehel aufgewachsen, hab einen älteren Bruder und bin so wie jeder natürlich irgendwie zur Schule gegangen und hab dann meinem Schulabschluss gemacht. Danach wusste ich erst mal nicht so richtig was ich machen soll und habe dann zwei Wochen Tiermedizin studiert um dann letztendlich zu merken, dass das überhaupt nichts ist, dieses auswendig lernen. Und dann habe ich ein Jahr, in dem Sinne “nichts” gemacht sondern habe versucht ein bisschen herauszufinden was ich eigentlich machen möchte. Und dann kam das Thema, was auch in der Schule schon sehr präsent bei mir war, die Kunst, und auch die Fotografie kam dann wieder hervor. Und dann habe ich mich versucht bzw. ich habe mich beworben in München zum Foto Design Studium, wurde da aber nicht genommen weil man da irgendwie nur genommen wird wenn man das Ganze nämlich schon kann nicht um etwas zu lernen und deswegen war dann die Alternative oder die “Notlösung” eine Lehre zu machen und im Nachhinein gesehen bin ich ehrlich gesagt ziemlich froh, dass sich diese Lehre gemacht habe, weil es einfach viel praxisnäher und viel mehr an den Menschen dran ist und das hat sich letztendlich auch so im Laufe der Jahre herausgestellt, dass die Menschen eigentlich das sind was mich interessiert und die Fotografie so das Medium für mich ist. Nach meiner Ausbildung 2011 habe ich dann direkt meinem Meister gemacht, meinen Fotografen Meister, einen Teil in München und den anderen Teil in Berlin, weil es zu dem Zeitpunkt keine Meisterschule in ganz Bayern gab. Deswegen bin ich dann nach Berlin gegangen und habe da dort meine Weiterbildung gemacht. Dann ging es natürlich wieder zurück nach München und anschließend habe ich dann 2,5 Jahre in einem Fotostudio gearbeitet hier in München. Dort habe ich auch sehr, sehr viel gelernt und sehr viel Erfahrungen machen dürfen. Nach ungefähr eineinhalb Jahren ungefähr habe ich gemerkt, dass das mit der Anstellung als Fotografin so nicht für mich funktioniert und dass ich mich da selber ausleben und austoben muss und möchte. Und dann kam das Thema Selbstständigkeit in den Raum. Aber da steigen wir dann ein, wenn Patrick seine Story auch erzählt hat.

[00:04:15] Das heißt ich bin jetzt dran. Ich bin 31 Jahre alt, schon ganz schön alt und meine Geschichte ist ein bisschen verworrener als bei Mica. Ich hatte nicht diesen Standard-Weg, “ja ich geh auf die Schule und geh dann weiter und dann direkt irgendwo Arbeiten” sondern ich bin ein klassisches Hauptschule-Kind das schlechte Noten gehabt hat und einfach keine Lust auf die Schule gehabt hat. Dementsprechend schwierig war der ganze Weg. Ihr merkt schon, wo das Ganze hier bei uns hingehen soll. Zum einen soll es um uns gehen, um uns als Paar, uns als Firma und zusätzlich natürlich noch um verschiedenste Themen. Wir werden mal über Politik reden, über Technik, wir reden über unsere Arbeit sprechen, über Nachhaltigkeit, alles was in unserem Leben passiert und uns beschäftigt. Aber wieder zurück zu meiner Story.

Ich habe 2003 meinen Hauptschulabschluss gemacht, den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Da war ich stolze 15 Jahre alt und dann hieß es erstmal: Du musst jetzt eine Ausbildung anfangen! Ich interessiere mich für Technik und guck einfach mal was da geht. Im Endeffekt ging da gar nichts. Selbst mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss kann man nicht in den Bereich Technik gehen. Man muss schon wahnsinnig viel Glück haben, dass man irgendwo reinkommt und dann ein Meister an einen glaubt. Dementsprechend schwierig hat sich das Ganze gestaltet und ich habe zuerst eine Konditorlehre angefangen. Das hat mir gar nicht gefallen. Backen war noch nie mein Ding. Ich frag mich auch warum ich das überhaupt getan habe. Ich habe keine Ahnung. Vermutlich war es der Druck von allen Seiten: “Patrick du musst jetzt unbedingt irgendwas lernen weil sonst bist du abgehängt in deinem Leben!” Das wollte ich natürlich nicht. Naja man wohnt noch bei seinen Eltern zu Hause und die sagen dann natürlich:” Junge, macht was aus deinem Leben!” Prinzipiell natürlich nicht schlecht. Sagen wir es mal so: Es war alles verrückt und es hat im Endeffekt nichts funktioniert bis ich irgendwann beschlossen hatte: okay, ich lass das jetzt sein mit den Ausbildungen. Ich arbeite jetzt erst mal und guck wo es überhaupt hingeht. 2009 habe ich dann angefangen mich mehr und mehr mit dem Bereich Web & Entwicklung und Technik allgemein auseinanderzusetzen habe dann auch die Chance bekommen dort eine Ausbildung zu machen. Bei der Macromedia München. Man muss sagen es war wirklich gut. Hätte ich eigentlich nicht gedacht, weil diese privaten Schulen ja nicht wirklich einen sehr sehr guten Ruf haben. Aber wenn man sich anstrengt oder Bock drauf hat und seine Chance erkannt hat kann man da was draus machen. Das war jetzt die ganz schnelle Geschichte von Mica und von mir, damit ihr mal so ein bisschen einen Eindruck habt wer wir sind, was wir wollen.

[00:08:06] Jetzt geht es darum, wie wir weitermachen. Wir haben diese Folge als Metafolge geplant, damit ihr uns einfach mal kennenlernt, damit ihr unsere Stimmen hört und uns lieben lernen.

[00:08:26] Vielleicht erzähle ich noch ganz kurz nur ein bisschen was von uns als Paar. Patrick hat ja schon angefangen zu erzählen, dass er 2003 seinen Abschluss gemacht.

Und wir haben uns tatsächlich sogar schon davor kennengelernt. Ich glaube 2001, hatten dann über eine Freundin von mir aus der Schule, die bei ihm in der Nähe gewohnt hat und so weiter, auf jeden Fall haben wir uns kennengelernt, haben uns dann aber irgendwie wieder aus den Augen verloren. Und dann kam wieder Kontakt zustande über eine andere Freundin, die auch in diesem Konglomerat war und das war 2003.

Im April 2003 sind wir dann zusammengekommen, mit zarten 15 Jahren. Ich war gerade 15 geworden. Ich habe Ende März Geburtstag und Anfang April waren wir dann eben ein Paar. Und das heißt wir sind jetzt letztendlich dieses Jahr dann 16 Jahre zusammen. Ich denke, dass es in der heutigen Zeit schon was seltenes ist, würde ich jetzt mal fast sagen. Unsere Eltern sind jeweils auch noch zusammen, aber es ist in unserem Alter doch recht selten.

[00:10:19] Das ist ja einfach schon irgendwie was Besonderes. Und deswegen wird es auch ein Thema in dem Podcast sein, wie wir das so mit der Zeit, geschafft haben miteinander zu leben und natürlich auch miteinander zu arbeiten.

[00:10:36] Das ist ja das was wir jetzt seit fast drei Jahren machen mit Jung und Wild design.

[00:10:45] Am 15. 5. 2016 ist die Firma Jung und Wild design tatsächlich an den Start gegangen. Der Name oder die Grundidee dahinter, die waren natürlich schon vorher da. Es hat sich zu Weihnachten/Neujahr 2016 hat sich das alles herauskristallisiert. Aber wirklich los ging es dann tatsächlich im Mai 2016 mit dem Gewerbeschein und mit dem Gründungszuschuss und alles was da dran hängt.

[00:11:16] Das soll jetzt aber nicht Thema dieser Folge sein bevor wir uns hier jetzt verquatschen.

Und wir hoffen, dass wir euch sehr viel unterhalten werden; das wird für uns mit Sicherheit auch so ein bisschen quatschen sein, da wir natürlich auch sonst immer sehr viel diskutieren über ganz viele Themen, sowohl politisch als auch private Sachen als auch Firmensachen. Und die Idee war, dass man das eigentlich einfach aufnehmen müsste, weil es schon irgendwie anderen Leuten einen Mehrwert gibt und wir wollen einfach ein bisschen Input geben und ein bisschen mehr über uns zeigen und erzählen und das wars.

[00:12:13] Vielen Dank fürs Zuhören. Wir nehmen jetzt vermutlich Folge zwei auf. Schauen wir mal, ob wir irgendein lustiges Intro machen mit Musik aber wahrscheinlich wird es noch ein bisschen dauern.